


S.21
Bojagi & Jogakbo
Koreanische Patchwork-Traditionen zwischen Handwerk und Gestaltung
Mo 27. – Fr 31. Juli 2026
Ein Bojagi ist ein traditionelles koreanisches Textiltuch, bei dem Stoffreste zu feinen, oft transparenten Flächen zusammengenäht werden. Die bekannteste Ausführungsform ist Jogakbo – ein geometrisches Patchwork, bei dem präzise ausgeführte, sichtbare Nähte bewusst als gestalterisches Element eingesetzt werden. Traditionell dient ein Bojagi als Wickel- und Geschenktuch und steht für Sorgfalt, Wertschätzung und Nachhaltigkeit.
In diesem Kurs erlernen wir die Technik Jogakbo und wenden sie praktisch an, indem wir ein eigenes Bojagi-Tuch entwerfen und umsetzen. Wir arbeiten mit transparenten und opaken Stoffen wie Seide, Ramie, Baumwolle oder Leinen und beschäftigen uns mit Nahttechniken, Farbwirkung, Komposition und Flächenaufteilung. Genäht wird sowohl von Hand als auch mit den vorhandenen Nähmaschinen, wobei die Besonderheiten und Qualitäten beider Arbeitsweisen vermittelt werden. Der Kurs verbindet traditionelles Wissen mit zeitgenössischen Gestaltungsansätzen und begleitet den gesamten Prozess von ersten Übungen bis zur fertigen Arbeit.
Zielgruppe: alle Interessierten
Voraussetzungen: Grundkenntnisse im Nähen
Anzahl: max. 12 Personen
Kurssprache: Deutsch, bei Bedarf auch Englisch
Kurszeiten: Mo – Do 9:00-12:30 und 14:00-17:30, Fr 9:00-12:30 und 14:00-16:00
Kursgebühr: 420 Euro, für Studierende 380 Euro (exklusive Materialkosten)
Kursleitung: DÖRTE BUNDT, Deutschland
1983 geboren in Deutschland, lebt und arbeitet seit 2009 in Berlin. Künstlerin, Handwerkerin, Designerin, Kuratorin und seit über 10 Jahren international als Dozentin im textilen Bereich tätig. Ausbildung zur Schmuckdesignerin in Sydney, seit 2015 autodidaktische Vertiefung in Makramee, Weben, Jogakbo und pflanzliches Färben. Ausstellungen, Workshops und Kunstresidenzen u. a. in Mexiko, Italien, der Schweiz, Montenegro, den USA und Deutschland
Mehr Infos: dortebundt.com

