


S.13
Twining – Verarbeitung textiler Abfälle in einer Primärtechnik
Di 21. – Fr 24. Juli 2026
In diesem Kurs wird eine der ältesten Textiltechniken vermittelt, die schon unseren Ahnen zur Herstellung von Matten, einfachen Behausungen und sogar Kleidungsstücken diente. Bereits Ötzi besaß einen Grasmantel, der in dieser besonderen Webtechnik, dem Twining (= Zwirnbindung), hergestellt war.
Mit der Zwirnbindung kann man sehr stabile Flächen aus unterschiedlichsten Materialien erzeugen. Wir benutzen dazu jede Art von gebrauchten Kleidungsstücken und textilen Abfällen. Sie unterlaufen eine Transformation in Haptik und Textur. Ein ganz besonderes Highlight ist eine Twining Methode, die einer Technik der Cherokee entlehnt ist. Hierbei wird spiralförmig im Kreis gewebt, sodass Schläuche entstehen, die man gut zu Taschen oder Kissenbezügen verarbeiten kann. Die First Nation Amerikas fertigte auch Kleidungsstücke mit dieser Methode. Wir lernen verschiedene Muster, die meist ethnisch anmuten und die man nahezu ohne technische Hilfsmittel kreieren kann.
Zielgruppe: alle Interessierten, die gerne alte Kleidungsstücke und gebrauchte Textilien mitbringen und diese in etwas Neues verwandeln wollen
Voraussetzungen: Freude am Umgang mit textilen Materialien
Anzahl: max. 12 Personen
Kurssprache: Deutsch, bei Bedarf auch Englisch
Kurszeiten: Di – Do 9:00-12:30 und 14:00-17:30, Fr 9:00-12:30 und 14:00-16:00
Kursgebühr: 365 Euro, für Studierende 330 Euro (exklusive Materialkosten)
Kursleitung: DORO SEROR, Deutschland
studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste in München und ist international als Performance- und bildende Künstlerin unterwegs. Im Zentrum ihrer Kunst steht die Wiederverwertung und Transformation von Gebrauchtem.
Mehr Infos: www.dorotheaseror.de

